Gemeinsam für den Forschungsstandort

Es war eine Premiere: Zwei Verbände, die bislang eigene Wege gegangen sind, bündelten ihre fachliche Energie und versammelten am 23. und 24. April in Berlin ein breites Spektrum an Fachkräften der klinischen Forschung unter einem Dach. 

Die Deutsche Gesellschaft für Pharmazeutische Medizin und der Bundesverband des nicht-ärztlichen Studienpersonals in der klinischen Forschung – DGPharMed und BUVEBA e.V. – veranstalteten ihre Jahreskongresse erstmals gemeinsam in Berlin. Im Zentrum der Veranstaltung stand die Frage, wie klinische Forschung in Deutschland verlässlicher, schneller und für mehr Menschen zugänglich gemacht werden kann.

Zur Eröffnung sprachen BUVEBA-Vorsitzende Daniela Karl und DGPharMed-Präsident Dr. Klaus Beinhauer gemeinsam, ein bewusstes Signal für mehr Austausch zwischen den verschiedenen Bereichen der klinischen Forschung. Ziel sei es laut Karl, „Akteure aus verschiedenen Welten“ zusammenzubringen – ein Ansatz, der eine echte „Bereicherung“ für alle Beteiligten darstelle.

Ein zentrales Thema bleibt die geringe Sichtbarkeit klinischer Studien. Laut Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa) fehlt es vielen Menschen trotz grundsätzlicher Offenheit weiterhin an Wissen über klinische Studien. Eine Civey-Umfrage im Auftrag von vfa und BPI (Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie) zeigt den Widerspruch: 45 Prozent wären grundsätzlich zur Teilnahme an einer klinischen Studie bereit, zugleich schätzen rund drei Viertel ihr Wissen über klinische Studien als nicht gut ein. Daraus leitet der vfa einen konkreten Handlungsbedarf ab. Es gehe darum, „über das Thema Studien grundlegend in der Breite der (…) Bevölkerung“ aufzuklären, sagte Torsten Ruppert. Der vfa beteilige sich deshalb u.a. an der Initiative STUDIENWIRKEN: um klinische Forschung stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.

In zahlreichen Gesprächen am Rande der Panels und in den Pausen zeigte sich, dass der Austausch zwischen den unterschiedlichen Berufsgruppen weiter an Bedeutung gewinnt. Es wurde deutlich, wie viele Stellschrauben ineinandergreifen müssen, damit klinische Studien erfolgreich geplant und durchgeführt werden können.

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