Podiumsdiskussion
Gendergerechtigkeit als Standard: Mehr Teilhabe für bessere Evidenz
Beschreibung
Alle Menschen sind gleichberechtigt, aber physiologisch sind nicht alle Menschen gleich. Geschlechtersensible Medizin zeigt: Frauen, Männer und Menschen mit unterschiedlichen Genderidentitäten unterscheiden sich in Krankheitsentstehung, Symptomatik und Therapieansprechen. Viele klinische Studien bilden diese Realität jedoch unzureichend ab – mit Folgen für Wirksamkeit, Nebenwirkungen und Vertrauen in Forschung. Wie kann sichergestellt werden, dass Geschlecht und Gender in klinischen Studien konsequent mitgedacht werden? Welche politischen und regulatorischen Verankerungen, welche strukturellen Erleichterungen braucht es dafür? Worauf muss bei der Datenerhebung geachtet werden, wie können ggf. moderne digitale Strategien dabei unterstützen? Wie können Frauen als potenzielle Studienteilnehmende gezielt erreicht werden? Diese und weitere Fragen werden aus verschiedenen Perspektiven diskutiert.
Speaker*innen
Dorothee Bär
Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt Rolle: Politik, Verankerung gendergerechter Medizin und Forschung via Politik
Nina Warken
Bundesministerin für Gesundheit Rolle: Politik, Translation von klinischer Forschung in medizinische Versorgung
Prof. Dr. Alena Buyx
Professorin für Ethik der Medizin und Gesundheitstechnologien an der Technische Universität München
Prof. Dr. Gertraud Stadler
Professorin für geschlechtersensible Präventionsforschung an der Charité Rolle: Geschlechtersensible Forschung in der Praxis und AK „Gendergerechte Studien“
Esther Schweins
Deutsche Schauspielerin. Sie macht auf den Forschungsbedarf und den Stellenwert von Studien aufmerksam
Manfred Heinzer
Geschäftsführer bei Novartis in Deutschland