Vermeidbare Todesfälle durch Krebs verhindern

„Vision Zero verfolgt nicht die Illusion, dass es keine Krebsfälle mehr gibt. Es geht darum, vermeidbare Todesfälle nicht einfach weiter hinzunehmen.“ Mit diesem klaren Statement eröffnete Prof. Dr. Christof von Kalle, Vorstandsmitglied von Vision Zero und Mitglied des Advisory Boards von STUDIENWIRKEN, den Kongress. Was es dafür brauche? Nicht weniger als eine „Neuvermessung der Onkologie“, wie der diesjährige Titel der Veranstaltung es proklamiert.
Dem stimmte Dr. Georg Kippels, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit, in seinem Grußwort zu: Die aktuellen medizinischen Fortschritte führen zu immer größerer Präzision und Zielgerichtetheit in der Therapie und zu immer mehr Kenntnissen für die Prävention von Krebserkrankungen.

Wie gut wir Krankheiten morgen vorbeugen, diagnostizieren und behandeln können, darüber entscheidet heute die Forschung. Auch in der Krebsmedizin zeigt sich: Medizinische Innovation braucht starke Wissenschaft, strukturierte Daten, verantwortungsvoll eingesetzte KI, leistungsfähige Versorgung und Rahmenbedingungen, die Forschung und Investitionen ermöglichen.
Klinische Studien sind ein wesentlicher Teil der medizinischen Forschung. Ohne sie kommen Medikamente nicht in die Zulassung und damit nicht zu den Patient*innen.
Umso wertvoller war die Einladung von Vision Zero an STUDIENWIRKEN, die Initiative in der Ideenwerkstatt vorzustellen. Dr. Ute Teichert, Fachärztin für Öffentliches Gesundheitswesen, ehem. Abteilungsleiterin Öffentliche Gesundheit im Bundesgesundheitsministerium und Mitglied unseres Advisory Boards, brachte sich mit einem sehr lebendigen, inhaltlich überzeugenden Vortrag ein.

Sie stellte die Ziele von STUDIENWIRKEN vor – Vertrauen in klinischen Studien zu schaffen durch transparente Kommunikation, Vorteile abzubauen und Menschen zur Teilnahme zu motivieren – und erklärte die Aufgaben der vier Arbeitskreise, des Patientenrates und des Advisory Boards.

„Ohne Studien gäbe es kein einziges Medikament. Einfach nichts. Punkt!“
In Ute Teicherts Vortrag wurde einmal mehr die wichtige Botschaft unserer Initiative vermittelt