Gendergerechte Studien

Biologische und soziale Unterschiede zwischen Menschen müssen in der klinischen Forschung von Anfang an mitgedacht werden, damit Behandlungen passgenau und sicher werden.

Bessere Studien statt nur mehr Studien

Ein Medikament wirkt nicht bei jedem Menschen gleich. Körper, Lebensumstände und Rollenbilder prägen, wie sich eine Erkrankung zeigt und wie eine Behandlung vertragen wird.

Wenn Studien Unterschiede zwischen den Geschlechtern übersehen, setzt sich das Problem durch die ganze Forschungskette fort. Schon bei der Frage, wer teilnimmt, werden Frauen und andere Gruppen oft zu wenig berücksichtigt. Hinzu kommt, dass wichtige Merkmale wie biologisches Geschlecht, Genderidentität oder hormonelle Lebensphasen häufig gar nicht erfasst werden.

Auch in der Auswertung von Studien gehen Unterschiede verloren, wenn alle Daten ungefiltert genutzt werden. Am Ende fehlen sie in Auswertungen und Beipackzetteln, und damit auch in der Praxis der behandelnden Ärztinnen und Ärzte. Dadurch werden Wirksamkeit, Dosierung und Nebenwirkungen verzerrt und das Vertrauen in Forschung geschwächt.

Konkret brauchen wir:

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Eine feste Verankerung von Geschlecht und Gender in jeder Phase einer Studie, von der ersten Idee bis zur Vermittlung der Ergebnisse.

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Eine ausgewogene Zusammensetzung der Teilnehmenden, damit Ergebnisse für die gesamte Bevölkerung aussagekräftig sind.

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Studienergebnisse, die getrennt nach Geschlecht ausgewertet und veröffentlicht werden, damit Unterschiede erkennbar bleiben.

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Weiterbildungen für Studienteams und Ärzteschaft zu geschlechtersensibler Medizin.

Arbeitskreis

Wie sich das in der Praxis umsetzen lässt, wird im STUDIENWIRKEN-Arbeitskreis „Gendergerechte Studien“ erarbeitet.